Spezielle Diät-Ansätze

Verschiedenste Ansätze, bei denen normalerweise ein Ernährungsplan dazu führt, dass man weniger und gesünder isst (und damit auch weniger Kalorien). Meistens wissenschaftlich nicht belegt. Oft starke Einschränkungen und Regeln, welche es schwer machen, die Diät langfristig einzuhalten.
Kultur-inspiriert, Lebenseinstellung: Ernährung wie in einer (gesünderen) Kultur
  • Makrobiotik: Essen an in Japan typisches Essen angelehnt
    Schule der gesunden Lebensführung aus Japan mit Fokus auf Vollkorn, Hülsenfrüchte, Obst, wenig tierische Produkte und keinen Zucker. Berühmte Anwender dieser Diät sind John Lennon und Madonna.
  • 5 Elemente: Essen an traditionelle Chinesische Medizin angelehnt
    Von traditioneller Chinesischer Medizin inspiriert. Nahrungsmittel werden 5 Elementen zugeordnet: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Da sich Yin und Yang ergänzen müssen, werden die Lebensmittel in individuelle Yin und Yang-Lebensmittel eingeteilt. Basierend darauf sollte man dann die Ernährung anpassen.
  • Vegetarisch/Vegan: Keine Tiere mehr essen
    Annahme, dass es gesünder ist, wenn man kein Fleisch und/oder keine tierischen Produkte isst.
Trennkost: Nur Bestimmte Lebensmittel; getrennt essen
  • Trennkost (1911): Eiweiss und Kohlenhydrate getrennt essen
    Die Trennkost wurde bereits 1911 von William Howard Hay entwickelt. Man darf alle Lebensmittel essen, allerdings sollen gewisse Sachen nicht gemeinsam gegessen werden. Speziell bei der ursprünglichen Trennkost sollen also Eiweisse und Kohlenhydrate nur getrennt gegessen werden.
  • Beverly-Hills-Diät (1981): Viel tropische Früchte essen
    Die Beverly-Hills-Diät ist eine neue Form der klassischen Trennkost bei der vor allem darauf geschaut werden soll, dass man viele tropische Früchte isst, dessen Enzyme angeblich die Fettverbrennung fördern.
  • Fit-For-Life-Diät (1981): Viel Rohkost essen
    Auch die Fit-For-Life-Diät ist eine moderne Version der Trennkost. Die Annahme ist, dass der Mensch ein „Früchtefresser“ ist, und man darum vor allem Rohkost essen sollte, dazu etwas Getreide und Fleisch.
  • Schlank im Schlaf (2006): Lange Essenspausen zwischen dem Essen
    Das Ziel dieser Diät ist den Insulinspiegel niedrig zu halten, da dieser die Einlagerung von Fett begünstigen soll. Dies geschieht über eine strenge Trennkost: Morgens Kohlenhydrate, mittags Mischkost, abends eiweissreiches Essen. Dazwischen gibt es lange Essenspausen. Schlank im Schlaf wird man also nur, wenn man sich auch an sehr strenge Regeln hält und natürlich weniger isst.
Pseudo-Wissenschaftlich: Oft ausführliche (teure) Tests und spezielle Empfehlungen durch einen speziellen Berater
  • Blutgruppendiät (1996): Essen je nach Blutgruppe
    Je nach Blutgruppe soll man bestimmte Lebensmittel schlechter oder besser vertragen. Ein Berater erstellt individuelle Listen, was man essen darf und was nichts. Dies ist eine der unvernünftigsten Diäten.
  • Metabolic Balance (2002): Bluttest und darauf basierende Essensempfehlungen
    Dies ist eine weiterführende Variante der Blutgruppendiät: Ein spezieller Berater macht undurchsichtige Empfehlungen auf Grund eines Bluttestes. Die Kunden erhalten ein auf Low Carb basierendes „Stoffwechselprogramm“ verschrieben.
  • Body Reset: Säure-Basen-System „reseten“
    Annahme, dass der Körper wie ein elektronisches Gerät funktioniert, das man auf „Null“ stellen kann (reseten). Ein spezieller Body-Reset-Berater erstellt ein spezielles Programm, wie mit Ernährung und Bewegung das Säure-Basen-System und der Stoffwechseln in Balance gebracht werden können. Anschliessend sollen Schlacken abgebaut werden. Wissenschaftlich gesehen braucht es kein solches Programm, da der Organismus die Säure-Basen-Schwankungen selbst regelt; Schlacken gibt es nicht.
  • Progenom/Novogenia (2013): Essen basierend auf Gen-Test
    Eine wissenschaftlich viel besser fundierte Version als Metabolic Balance. Mit einem Gen-Test (Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen) können individuelle Gen-Typen bestimmt werden. Darauf basierend wird der Kunde in Gruppen eingeteilt, z.B. „Low-Fat-Typ“ oder „Low-Carb-Typ“. Zusätzlich erhält man sehr ausführliche und genaue Tabellen, welche Lebensmittel wie gesund/schädlich sein sollen. Der Test ist sehr teuer (über CHF 600) und die Wirksamkeit der (detaillierten) Ernährungsempfehlungen fraglich. Eine Diät nach der individuellen Gruppe (Low-Fat, Low-Carb) könnte jedoch einen Vorteil bringen. (Link: www.progenom.ch)